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04.11.2015

Was ist ein duales Studium?

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Michael Dolensky, Entwicklung Zulassungen bei Bachmann electronic Feldkirch

Ich absolviere gerade das duale Studium „Wirtschaftsingenieurwesen“ an der FH Vorarlberg, welches nach 6 Semestern mit dem Bachelor of Science in Engineering abschließt.
Dual bedeutet, dass das Studium an der FH Vorarlberg mit meiner Arbeit in der Firma gekoppelt ist und nicht nur „nebenbei“ berufsbegleitend läuft. Man hat seinen festen Arbeitsplatz im Unternehmen (zB als HTL-Absolvent in der Hardware-Entwicklung), rotiert jedoch im Verlauf des Studiums zeitweise durch verschiedene Abteilungen (zB 4 Wochen in Finanz&Controlling, 8 Wochen Supply Chain Management, 4 Wochen Produktmanagement…) und erhält so praktische Ergänzungen zum Studieninhalt.
02.11.2015

Wie viele Lehrlinge in der V.E.M. brechen ihre Ausbildung ab?

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Otmar Meyer, Ausbildungsleiter Liebherr Werk Nenzing

Wir haben bei Liebherr schon 700 Lehrlinge ausgebildet und in all den Jahren haben vierzehn Jugendliche die Lehre abgebrochen. Ein wesentlicher Grund, das 99,8 Prozent der Lehranfänger ihre Lehre abgeschlossen haben, ist eine gute und fundierte Entscheidungsbasis für die Berufswahl.
16.03.2015

Was verdient ein (Elektro)-Lehrling?

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Stefan Gallaun, Ausbildungsverantwortlicher für Elektrotechnik, Julius Blum GmbH; Vorsitzender V.E.M.-Arbeitskreis Elektro

 

Die Lehrlingsentschädigung ist in allen Berufen in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie dieselbe. Seit 1. November 2014 ist diese wie folgt:

 

1. Lehrjahr / Euro    582,25
2. Lehrjahr / Euro    780,68
3. Lehrjahr / Euro 1.056,87
4. Lehrjahr / Euro 1.429,04

 

Außerdem werden gute Leistungen in vielen Unternehmen mit zusätzlichen Prämien belohnt.

 

Entscheidend ist, was neben der Entschädigung geboten wird:

 

– Du wirst von fachlich wie persönlich hervorragenden Ausbildern ausgebildet.

 

– Die Unternehmen bilden am technisch aktuellen Stand aus.

 

– Die Ausbilder unterstützen bei schulischen Themen.

 

– Zur fachlichen ist auch die persönliche Entwicklung ein wichtiger Inhalt
der Ausbildung.

 

Und so nebenbei … Spezialisten sind gefragte Fachkräfte!

 

04.12.2014

Mein Sohn hat momentan schulische Probleme. Wäre es grundsätzlich möglich auch während des Jahres in eine Lehre einzusteigen?

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Johannes Berger, Personalleiter Julius Blum GmbH

Der Start einer Lehrausbildung ist bei Blum immer Anfang September. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen von interner Organisation, über Gruppenbildung unter den Lehrlingen bis zum Berufsschulstart.

 

Wir bieten aber gerne zwei Optionen an: Jugendliche können und sollen sich jetzt über verschiedene Berufsbilder und Ausbildungsbetriebe informieren. Dafür bieten wir ab Jänner Schnuppertermine an. Zur Überbrückung bis zum Start in eine Lehrausbildung bieten wir auch im Einzelfall befristete Jobs in verschiedenen Produktionsbereichen an.

 

Anmerkung der Redaktion: Die Antwort ist stellvertretend für viele Unternehmen der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie. Für Schnuppertermine der Unternehmen besuchen Sie die Website vem.at, für individuelle Angebote zur Überbrückung fragen Sie am besten bei den Unternehmen direkt an.

01.12.2014

Kann jemand, der eine Lehre gemacht hat, auch eine Führungsposition in einer Firma erreichen?

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Manfred Brandl, Geschäftsführer Liebherr

Mit fachlichem Können, persönlichem Engagement und Willenskraft ist es in den Unternehmen der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie durchaus möglich sich vom Lehrling zur Führungspersönlichkeit zu entwickeln. Ich selbst habe meine berufliche Laufbahn mit einer Lehre zum KFZ-Mechaniker begonnen. Die Ausbildung erfolgte in einer sehr gut ausgestatteten Lehrwerkstätte wie sie die meisten Unternehmen der VEM auch betreiben.

 

Als ich bei der Firma Liebherr in Nenzing startete, lag meine Stärke darin, dass ich im Fahrzeugbau sehr kompetent war. Positiv aufgefallen bin ich meinen Chefs aber durch mein Engagement.  Ich habe immer angeboten, überall mitzuhelfen, auch wenn die Aufgabe nicht in meinem Bereich lag. Das beeindruckt natürlich.
So bekam ich auch die erste Chance einer kleinen Führungsposition. Durch weiteres Engagement und laufender Weiterbildung habe ich es bis zum Geschäftsführer geschafft.

 

Aber nicht nur ich habe mit einer Lehre begonnen. In den Magazinen „Technikland Vorarlberg“ finden Sie viele Beispiele von Technikerinnen und Technikern, die mit einer Lehre begonnen und heute eine Führungsposition Inne haben. So auch Faruk Tüfekli, der mit einer Lehre zum Textilmechaniker begonnen hat und heute als Leiter Werkzeugtechnik ein 26-köpfiges Team bei Sapa Extrusion Nenzing führt. Oder Peter Bennath, der seine Karriere als Leiter Messebau/Schreinerei bei Grass mit einer Lehre zum Werkzeugmacher startete.

 

Die Berufswege in der V.E.M. sind ebenso vielseitig wie die Karrierechancen und -möglichkeiten. Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, wichtig ist, dass er Ihnen Freude bereitet. Mit Engagement und Willenskraft ist dann nämlich fast alles möglich.

 

Betr.oec. Manfred Brandl, ist einer von vier Geschäftsführern der maritimen Sparte des Liebherr Konzerns und zuständig für die Koordination der Produktion in den Standorten Nenzing/ Österreich, Rostock/Deutschland, Sunderland/England und Killarney in Irland.

07.11.2014

Mathe und Physik zählen nicht gerade zu den Lieblingsfächern meines Kindes, hat es da überhaupt eine Chance in der Technik?

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Christoph Hinteregger, Mitglied der Geschäftsführung Doppelmayr

Ich habe schon oft erlebt, dass Mädchen und Burschen ihre Talente und Interessen erst entdeckt haben, als sie sich in der Technik umgeschaut haben, zum Beispiel Tagen der offenen Tür, Schnuppertagen. Wir haben noch nie jemanden überredet einen technischen Berufsweg einzuschlagen. Wenn aber die Mädchen und Burschen erst einmal sehen, was es alles an Möglichkeiten gibt und wie spannend die technischen Berufe sind, kommen sie von selbst drauf. Das ist auch ganz wichtig.

07.11.2014

Warum engagiert sich die V.E.M. für Bildung und Ausbildung?

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Johannes Collini

Vorsitzender des Arbeitgeberkomitee der V.E.M.

Wir wollen Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und in ihren Talenten unterstützen, sie mit Sinn und Ziel anleiten, ihnen Vorbild sein, sie anfeuern und begeistern. Das ist eine große Herausforderung. Wenn wir die vielen tausend erfolgreichen Lebens- und Karrierewege in der V.E.M. sehen, ist es vor allem eine unglaubliche Zufriedenheit.

07.11.2014

Stimmt es wirklich, dass es so viel technischen Nachwuchs in den Unternehmen braucht?

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Manfred Brandl, Geschäftsführer Liebherr

Ja, das stimmt. Das Wissen, das Können und die Leidenschaft unserer Mitarbeiter sind entscheidend, um erfolgreich am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können. Und weil die Unternehmen der V.E.M. auch in Zukunft hier in Vorarlberg industriell produzieren wollen, brauchen wir den besten Nachwuchs, die beste Bildung und Ausbildung. Davon profitieren alle: die jugendlichen Schüler, Studenten und Lehrlinge, ihre Familien, die Unternehmen und schließlich das ganze Land.